GUT BEGLEITET – AUCH ZUHAUSE: AMBULANTE PALLIATIVVERSORGUNG STARTET IM NORDKREIS EUSKIRCHEN

09.09.2026

Ambulanter Pflegedienst des Seniorenzentrums Marien-Hospital Euskirchen erweitert sein Angebot um die Allgemeine Ambulante Palliativversorgung (AAPV) 

Schwerstkranke und sterbende Menschen möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung zu begleiten und dabei eine verlässliche pflegerische Versorgung sicherzustellen – dieses Ziel verfolgt der ambulante Pflegedienst des Seniorenzentrums Marien-Hospital Euskirchen ab sofort mit einem neuen Angebot: Zum 1. September 2026 startete die Allgemeine Ambulante Palliativversorgung (AAPV). Damit ist der ambulante Pflegedienst der einzige Anbieter im Nordkreis Euskirchen, der diese besondere Form der ambulanten Versorgung anbietet.

Die ambulante Palliativversorgung richtet sich an Menschen mit einer fortgeschrittenen, nicht heilbaren Erkrankung, bei denen eine palliative Versorgung erforderlich ist. Im Mittelpunkt stehen die Linderung von Beschwerden und eine möglichst hohe Lebensqualität. Der ambulante Pflegedienst bietet dabei unter anderem Unterstützung bei der Schmerz- und Symptomkontrolle, der Portversorgung sowie der individuellen pflegerischen Versorgung. Auch die Beobachtung des Krankheitsverlaufs, die Beratung und Begleitung von Angehörigen sowie die Abstimmung mit Hausärztinnen und Hausärzten und weiteren an der Versorgung Beteiligten gehören zum Angebot, insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Hospizdienst des Caritas Verbands Euskirchen. Eine 24-Stunden-Rufbereitschaft ergänzt die Versorgung.

„Unser Ziel ist es, schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen in dieser besonderen Lebensphase fachlich kompetent und gleichzeitig menschlich nah zu begleiten. Dabei möchten wir Sicherheit geben und dazu beitragen, dass die Betroffenen möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können“, erklärt Walter Steinberger, Leiter des ambulanten Pflegedienstes. „Unsere Mitarbeitenden bringen neben ihrer Pflegefachausbildung eine spezielle Weiterbildung in Palliative Care mit und sind damit für die besonderen Anforderungen der palliativen Versorgung qualifiziert.“ Die Qualifizierung umfasst neben einer 160-stündigen Weiterbildung in Palliative Care unter anderem ein Praktikum auf der Palliativstation des Marien-Hospitals Euskirchen sowie spezielle Schulungen im Umgang mit Ernährungs- und Schmerzpumpen und in der Wundtherapie.

„Mit dem Start der AAPV schließen wir eine wichtige Lücke in der ambulanten Versorgung in unserer Region“, sagt Wolfgang Schneider, Geschäftsführer der Stiftung Marien-Hospital Euskirchen. „Wir möchten Menschen auch dann eine gute Versorgung ermöglichen, wenn eine Heilung nicht mehr im Vordergrund steht. Dass diese Begleitung nun auch zuhause und mit einer entsprechenden fachlichen Spezialisierung möglich ist, ist für die Betroffenen und ihre Familien ein wichtiger Schritt.“

Die AAPV ergänzt dabei die bereits bestehenden palliativen Angebote der Stiftungsfamilie: Gemeinsam mit der Palliativstation im Marien-Hospital Euskirchen und dem Hospiz entsteht ein umfassendes Versorgungsspektrum. „Palliative Versorgung darf nicht an einem bestimmten Ort enden. Entscheidend ist, was der Mensch in seiner jeweiligen Lebenssituation braucht“, betont Dr. Maren Thäter, Geschäftsführerin der Stiftung Marien-Hospital Euskirchen. „Mit der Verbindung von Palliativstation, ambulanter Palliativpflege und Hospiz können wir PatientInnen und ihre Angehörigen über unterschiedliche Versorgungssituationen hinweg begleiten. Unser Anspruch ist es, verlässlich an ihrer Seite zu sein – im Krankenhaus, zuhause und im Hospiz.“ Die verschiedenen Angebote können je nach persönlicher Situation ineinandergreifen. So soll eine möglichst kontinuierliche und individuell abgestimmte Versorgung gewährleistet werden.

Der ambulante Pflegedienst bietet Interessierten und Angehörigen unter Tel. 02251 90 2010 bzw. ambulante.pflege@marien-hospital.com eine Beratung an, wenn die Frage besteht, ob eine Allgemeine Ambulante Palliativversorgung im konkreten Fall infrage kommt.