Startseite Marien-HospitalMedizin/PflegeOrthopädie / Unfallchirurgie

Patientensicherheit

Untersuchungs- und Behandlungsabläufe werden im Gesundheitswesen immer komplexer. Die Patientensicherheit ist einer der wichtigsten Bestandteile der Qualitätssicherung in der Medizin. Der offene Umgang mit medizinischen Fehlern bedeutet einen „Kulturwandel“. Nicht mehr "wer" ist schuld, sondern "was" ist schuld, sollte uns interessieren.
Um die Patientensicherheit zu gewährleisten, werden hohe Anforderungen an die Mitarbeiter in der Gesundheitsversorgung gestellt. Aus diesem Grunde ist es notwendig, zum einen die Organisationsstrukturen unter einer kritischen Lupe zu betrachten, zum anderen unerwünschte Ereignisse und Beinahe-Schäden in der Gesundheitsversorgung systematisch zu erfassen und auszuwerten. Auf Basis der Ergebnisse müssen dann Veränderung der Organisations- und Behandlungsabläufe in die Wege geleitet werden.
Die Patientensicherheit ist das Ergebnis aller Maßnahmen, die darauf gerichtet sind, Patienten vor vermeidbaren Schäden in Zusammenhang mit der Heilbehandlung zu bewahren.
Die neuesten Erkenntnisse in der Krankenhaushygiene fließen ebenso in aktuellen Standards ein, wie Änderungen in der Infrastruktur, im Personal und natürlich neue medizinische Erkenntnisse.

Jeder Patient ist zur Mithilfe aufgerufen. Nur durch die Rückmeldung durch unsere Patienten (Lob/Kritik) ist der permanente Prozess der Verbesserung der Patientensicherheit möglich. Als Mittel der Rückmeldung dienen anonymisierte Fragebögen, welche über unser Qualitätsmanagement (QM) der Fachabteilung zugestellt und auch der Geschäftsführung vorgelegt werden.
Der konstruktive Umgang mit Fehlern, Komplikationen und Beschwerden, die trotz vieler Maßnahmen nicht vollständig zu vermeiden sind, ist extrem wichtig.
Die gute Kommunikation ist hier neben der inneren Einstellung aller Beteiligten wegweisend.

Maßnahmen der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie:

Operationsplanung und -vorbereitung

  • Vorstellung des Patienten in Spezialsprechstunden mit Erläuterung der Therapiealternativen (einschließlich Modellen und Informationsbroschüren)
  • Unterstützung des Patienten bei der Einholung einer Zweitmeinung 
  • Indikationsbesprechung jedes einzelnen Patienten im Rahmen der zweimal täglich stattfindenden Röntgendemonstrationsbesprechungen mit den Oberärzten
  • Individuelle Prothesenplanung mit einem digitalen Planungsprogramm (MediCad®)
  • Haarentfernung im Bereich des Operationsgebietes (falls notwendig) erst unmittelbar vor der Operation im Operationssaal (zur Verminderung des Infektionsrisikos)

Maßnahme zur Vermeidung von Eingriffsverwechslungen (Aktionsbündnis Patientensicherheit e.v.)

  • Identifikation des Patienten vor dem Aufklärungsgespräch, ausführliche mündliche Aufklärung über alternative Therapiemöglichkeiten und die allgemeinen und spezifischen Komplikationen (anhand spezieller Dokumentationsbögen)
  • Seitenmarkierung mit einem nicht abwischbaren Stift vor dem Eingriff
  • Sichere Patientenidentifikation durch festes Anbringen eines Namenbandes am Handgelenk bevor der Patient in den OP gebracht wird
  • Checkliste: Identifikation des richtigen Patienten für den richtigen Eingriff unmittelbar vor diesem durch das Namensband am Handgelenk, durch das einschleusende Personal in der OP-Schleuse und durch die Anästhesieabteilung vor Narkoseeinleitung (mit Dokumentation)
  • „Team-Timeout“ des Behandlungsteam im Operationssaal unmittelbar vor dem Operationsbeginn

Weitere Maßnahmen im Operationsbereich

  • Präoperative Antibiotikaprophylaxe nach aktuellen Leitlinien
  • zweite Gabe der Antibiotikaprophylaxe bei Operationsdauer > 2 Stunden
  • standardisierte Desinfektion vor der Operation nach internen Hygieneleitlinie, erstellt nach allgemein gültigen und aktuellen Hygienerichtlinien
  • Verwendung von antiseptischen Inzisionsfolien bei Implantation von künstlichen Gelenken
  • Verwendung doppelter Handschuhe und Handschuhwechsel vor dem Einsetzen eines künstlichen Gelenkes
  • Weichteilschonende Operationsmethoden
  • Jet-Lavage (gründliche Spülung des Operationsgebietes)
  • Zählkontrollen von Kompressen, Instrumenten und Nadeln am Ende jeder Operation durch zwei Personen des Pflegepersonals (Vermeidung von vergessenen Fremdkörpern)

Maßnahmen nach dem operativen Eingriff

  • Standardisierte Nachbehandlungsschemata für verschiedene operative Eingriffe
  • Festlegung des weiteren Prozedere durch den Operateur (Dokumentation im Operationsprotokoll, Operationsbericht, Patientenkurve)
  • Thromboseprophylaxe mit Tabletten nach geplanten Knie- und Hüftprothesen, ansonsten durch Spritzen in das Unterhautfettgewebe unter Berücksichtigung evtl. Begleiterkrankungen
  • frühzeitige Mobilisation
  • Einschätzung des Dekubitus-Risikos und Einleitung standardisierter Maßnahmen zur Prophylaxe und Therapie

Während des gesamten stationären Aufenthaltes

  • Berücksichtigung der Hygieneleitlinien nach Empfehlungen des Robert-Koch-Institute (Hygienekommission des Marien-Hospitals Euskirchen)
  • standardisiertes MRSA-Screening von Risikopatienten bei Notfällen und bei geplanten stationären Aufnahmen

Zentren und Zertifizierungen

  • Zertifiziertes regionales Traumazentrum
    Zertifiziertes regionales Traumazentrum
  • Schockraummanagment nach ATLS (Advanced Trauma Life Support) - Kriterien durch ATLS-Provider unserer Klinik
    Zertifiziertes regionales Traumazentrum
  • Teilnahme am BQS
    BQS Institut für Qualität & Patientensicherheit
  • Zertifizierung des gesamten Krankenhauses nach DIN EN 9001:2008

Ausbildung des Personals

  • Regelmäßige interne und externe Fortbildungen des ärztlichen Personals, des Pflegepersonals und des Patientenbegleitdienstes
  • Regelmäßige Fortbildungen zu Hygienemaßnahmen und Gerätetechnik

Umgang mit Problemen

  • Internes Fehlermanagement (regelmäßige Sitzungen innerhalb der Abteilung)
  • Beschwerdemanagement für Patienten (QM)
  • tägliche Visiten mit Patientengesprächen (auch an den Wochenenden)
  • Einbindung der Angehörigen
Dr. med. Ilja Windrath

Chefarzt Unfallchirurgie

Dr. med.

Ilja Windrath

Lebenslauf (PDF)

 

Termine nach Vereinbarung:
Sekretariat Orthopädie und Unfallchirurgie
Kerstin Jahnz
Tel.: 0 22 51 - 90 17 34
Fax: 0 22 51 - 90 13 38
E-Mail: sekretariat.unfallchirurgie(at)marien-hospital.com

 

 

Behandlungsinformationen

Ausführliche Informationen zu unseren Behandlungsschwerpunkten finden Sie in den folgenden PDF-Dateien:

Sprechstunde

Terminvereinbarung für alle Sprechstunden 
Ambulanz Tel.: 0 22 51 - 90 13 75 

BG-Sprechstunden:
Mo., Mi. und Fr.: 09.00 - 11.00 Uhr
Di. 9.00 - 12.00 Uhr 

Schulter-Sprechstunde:
Mo.: 11.00 - 13.00 Uhr

Hüft-Sprechstunde:
Mi.: 13.00 -14.00 Uhr

Knie-Sprechstunde:
Mi.: 14.00 - 15.00 Uhr

Fuß-Sprechstunde:
Mi.: 15.00 - 16.00 Uhr

Wirbelsäulen-Sprechstunde:
Do.: 11.00 - 13.00 Uhr

Privat-Sprechstunde:
Mo.: 14.00 - 16.00 Uhr