Intensivmedizin

Intensivmedizin

Im Dezember 1999 wurde eine neue interdisziplinäre Intensivstation mit 16 Betten fertig gestellt. Die organisatorische Leitung obliegt der Abteilung für Anästhesie, operative Intensivmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin. Der medizinische Aufgabenbereich der Anästhesie erstreckt sich auf die perioperative Intensivmedizin (kurz vor, während und nach der OP) schwerkranker chirurgischer sowie die Behandlung neurologischer Intensivpatienten. Unser Ziel ist es, mit einem hohen pflegerischen und medizinischen Aufwand das Versagen lebensnotwendiger Organsysteme zu verhindern oder zu behandeln.

Wir verfügen über modernste Geräte, mit denen wir z.B. Atemstörungen vorbeugen oder behandeln können. Neben allen modernen invasiven und nicht-invasiven Beatmungsmöglichkeiten führen wir bei entsprechender Indikation die Anlage eines kleinen Luftröhrenschnittes durch (Tracheotomie). Hierdurch werden bei einer notwendigen Langzeitbeatmung die Pflege und das Entwöhnen von der Beatmungsmaschine erleichtert.

Besonderen Wert legen wir auf eine konsequente Schmerztherapie, die in den meisten Fällen schon während der Operation begonnen und häufig noch nach der Verlegung auf die Allgemeinstation fortgesetzt wird. Die Teamarbeit und die intensive Ausbildung der auf der Intensivstation tätigen Pflegekräfte und Ärzte garantieren eine Therapie der schwerkranken Patienten auf hohem Niveau.

Störungen des Herz-Kreislaufsystems werden durch kontinuierliche Überwachung sowie spezielle Untersuchungsmethoden schnell erkannt und gezielt therapiert (Ultraschall des Herzens mittels Schluck-Echokardiographie sowie Messung des Herzzeitvolumens mit Spezialkathetern, PiCCO).

Eine notwendige Sedierung für die Beatmung kann im Hinblick auf die Sedierungstiefe über die Ableitung von Hirnströmen überwacht werden. Niereninsuffiziente Patienten erhalten je nach hämodynamischer Konstellation die kontinuierliche veno-venöse Hämodialyse mittels Citratantikoagulation ("CiCa-CVVHD") oder die intermittierende Dialyse. Bei Patienten mit hämodynamischen Schockgeschehen besteht die Möglichkeit der intraaortalen Ballongegenpulsation zur Stabilisierung der Herz- und Kreislaufleistung. Für neurologische Patienten bieten wir bei entsprechender Indikationsstellung in enger Zusammenarbeit mit der neurologischen Abteilung des Marien-Hospitals die Entfernung pathologischer Eiweisstoffe (Plasmapherese) aus dem Blut an. Die Lebertätigkeit wird in Einzelfällen durch Spezialgeräte unterstützt. 

Prof. Dr. med. Heinz Michael Loick

Chefarzt

Prof. Dr. med.

Heinz Michael Loick

- Ärztlicher Direktor -

 

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Termine nach Vereinbarung:
Sekretariat Anästhesie
Sonja Dziedziat
Tel.: 0 22 51 - 90 13 46
Fax: 0 22 51 - 90 13 54
E-Mail:
sekretariat.anaesthesie(at)marien-hospital.com