Fort- und Weiterbildung

Weiterbildungsermächtigungen

Prof. Dr. med. H.M. Loick 

  • spezielle anästhesiologische Intensivmedizin über 24 Monate
  • Palliativmedizin über 12 Monate 

Dr. med. H.-L. Karhoff

  • Anästhesie über 48 Monate

A. Bonn

  • Zusatzweiterbildung Spezielle Schmerztherapie über 6 Monate 

Strukturierte Weiterbildung und spezielle anästhesiologische Intensivmedizin

Die Ärztin/der Arzt in Weiterbildung soll, nach dem Einsatz auf der anästhesiologischen Intensivstation, die Grundlagen der operativen Intensivmedizin beherrschen.

Im ersten Monat des Einsatzes erfolgt die Einweisung in die auf der Intensivstation eingesetzten, medizinischen Geräte (Beatmungsgeräte, Defibrillatoren, Monitor-Anlage, Hämofiltrationsgerät, Plasmatherm, Echokardiographie-Gerät, EEG). Zusätzlich erfolgt eine Einweisung in die Grundlagen der intensivmedizinischen Dokumentation (Kodierung nach DRG, Arztbriefe, Verordnungsplanschreibung).

Zu Beginn der Ausbildung ist die Teilnahme am Kursus “Transösophageale Echokardiographie in der Anästhesie und Intensivmedizin“ verpflichtend.

 

Folgende Punkte werden im Rahmen der intensivmedizinischen Ausbildung erlernt:

im ersten Jahr

  • Indikationsstellung und Durchführung der Langzeitbeatmung, inklusive der verschiedenen Entwöhnungsverfahren unter besonderer Berücksichtigung der Analgosedierungsverfahren und der Sedierungsscores. Hierzu gehören auch Lagerungstechniken bei Patienten mit akutem Lungenversagen sowie der Einsatz der nichtinvasiven Beatmungsformen.
  • Indikationsstellung und Durchführung der intravenösen Flüssigkeitstherapie, der parenteralen und enteralen Ernährung unter besonderer Berücksichtigung des Postaggressionsstoffwechsels.
  • Diagnostische Methoden und Durchführung der Behandlung bei Patienten mit schweren Störungen der kardialen, pulmonalen, neurologischen, renalen, hepatischen und gastrointestinalen Funktion im Rahmen einer SIRS/Sepsis mit Multiorganversagen.
  • Erkennung und Behandlung von Störungen des hämatologischen Systems, insbesondere der differenzierte Einsatz von Blut und Blutprodukten, den Methoden der Antikoagulation, der Thrombolyse und Fibrinolyse.
  • Erkennung und Behandlung von Störungen der Nierenfunktion, der Einsatz der verschiedenen extrakorporalen Nierenersatzverfahren wie Hämodialyse, Hämofiltration und Hämadiafiltration.
  • Einsatz der therapeutischen Plasmapherese bei Guillain-Barrè-Syndrom oder Myasthenia gravis.
  • Erkennung und Behandlung der verschiedenen Schockformen.
  • Erkennung und Behandlung der verschiedenen Störungen des kardiopulmonalen Systems wie Lungenödem, Herzrhythmusstörungen und Lungenembolien.
  • Erkennung und Behandlung von Störungen des Nervensystems wie Koma, Krampfleiden sowie Polyneuropathien.
  • Detaillierte Kenntnisse der Antibiotikatherapie sowie des Einsatzes von mikrobiologischen diagnostischen Maßnahmen. Dazu gehören auch Kenntnisse in intensivmedizinischen Hygienemaßnahmen.
  • Detaillierte Kenntnisse der in der Intensivmedizin verwendeten Medikamente.
  • Indikationsstellung und Durchführung von percutanen Punktionstracheotomien, Pleuradrainagen, Bronchoskopien sowie von Kardioversionen und Schrittmachertherapien.

im zweiten Jahr

Im zweiten Jahr der Ausbildung für die Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin (in der Regel nach Erlangen der Facharztbezeichnung Anästhesie) folgt eine Intensivierung der Kenntnisse der oben aufgeführten Punkt. Hier zählt insbesondere:

  • Erlernen der spezifischen Kenntnisse der transoesophagealen Echokardiographie und Transthorakalen Echokardiographie, sowie der FAST-Sonographie
  • Erweiterung der Kenntnisse in Bezug auf die Hirntotdiagnostik sowie dem Prozedere bei Organtransplantationen
  • Es folgen Unterweisungen im Vorgehen der Eigenblutspende sowie spezifischen Punkten der Transfusionsmedizin (der Ausbilder besitzt die Zusatzbezeichnung "Bluttransfusionswesen")

Nach Abschluss der Ausbildung wird die Zusatzbezeichnung "Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin" bzw. "Intensivmedizin" angestrebt.

Prof. Dr. med. Heinz Michael Loick

Chefarzt

Prof. Dr. med.

Heinz Michael Loick

- Ärztlicher Direktor -

 

Lebenslauf (PDF)

 

Termine nach Vereinbarung:
Sekretariat Anästhesie
Sonja Dziedziat
Tel.: 0 22 51 - 90 13 46
Fax: 0 22 51 - 90 13 54
E-Mail:
sekretariat.anaesthesie(at)marien-hospital.com