Hygiene

Hygiene hat für uns höchste Priorität und ist ein ausgewiesenes Qualitätskriterium unserer Stiftungsfamilie. Die primäre Aufgabe der Abteilung für Krankenhaushygiene ist daher die Etablierung von Maßnahmen zur Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Infektionen. Hierzu sind zahlreiche Einzelmaßnahmen erforderlich, die in ihrer Gesamtheit das Risiko einer im Krankenhaus erworbenen infektiösen Erkrankung minimieren. Die konsequente Umsetzung dieser Einzelmaßnahmen ist gerade in Zeiten der Corona-Pandemie und von multiresistenten Erregern (MRSA, MRGN) besonders wichtig und erfordert den täglichen Einsatz aller Mitarbeiter des Marien-Hospital Euskirchen.

Die Abteilung unterstützt und berät hierfür allen Einrichtungen unserer Stiftungsfamilie in sämtlichen Fragen zur Hygiene und Infektionsverhütung. Ausgewiesenes Ziel ist hierbei die Erhaltung und die Optimierung unserer hohen Hygienestandards. Unterstützt wird die Abteilung durch hygienebeauftragte aus den ärztlichen und pflegerischen Bereichen. Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn.

Einer der bekanntesten multiresistenten Erreger ist der MRSA (Methicillin-​resistenter Staphylococcus aureus). Diese Bakterienart ist unempfindlich gegenüber einigen Antibiotika und einer der häufigsten Verursacher von Haut-, Wund- und Atemwegsinfektionen. Die Besiedelung ist für gesunde Betroffene in der Regel kein Problem. Gelangt das Bakterium jedoch in eine offene Wunde oder den Körper können Infektionen entstehen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, dass der Erreger auf andere Patienten übertragen wird und auch dort zu Infektionen führen kann.

Im Rahmen unserer MRE-Sprechstunde informieren wir daher umfassend zu dem Thema Multiresistente Keime wie MRSA und MRGN. Ist beispielsweise eine MRSA-Besiedelung bekannt und ein stationärer Aufnahmetermin geplant, unterstützen wir Betroffene noch vor dem Krankenhausaufenthalt bei einer erfolgreichen Dekolonisierung.

Termine nach Vereinbarung
T 02251 90-1406
hygiene@marien-hospital.com

Die regelmäßige Händehygiene ist und bleibt die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von im Krankenhaus erworbenen, sogenannten nosokomialen Infektionen. Denn die Hände sind der häufigste Übertragungsweg von Erregern, die beim Patienten Infektionen verursachen können.

Aktion Saubere Hände

Am 1. Januar 2008 wurde die „Aktion Saubere Hände" als nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit, vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance nosokomialer Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (GQMG) ins Leben gerufen. Seither nimmt das Marien-Hospital an dem jährlichen Aktionstag „Saubere Hände“ teil. Neben regelmäßigen Mitarbeiter-​Schulungen zur Krankenhaushygiene werden auch Patienten und Besucher in Präventionsmaßnahmen eingebunden und erhalten die Gelegenheit sich umfassend zu informieren.

Neben gut sichtbaren Hygienemaßnahmen, wie beispielsweise der Händehygiene und Desinfektionsmittelspenderpräsenz, bleiben unseren Patienten und Besuchern zahlreiche Maßnahmen verborgen. Hierzu zählen unter anderem die regelmäßige Überprüfung der Trinkwasserqualität, die Lebensmittelhygiene (HACCP-Konzept), mikrobiologische Kontrolle von Medizinprodukten und vieles mehr. Die Abteilung für Krankenhaushygiene verfügt über eine intensive interdisziplinäre Vernetzung mit nahezu allen Arbeitsbereichen unserer Stiftung.

Kontakt

Chefärztin ZNA: Dr. med. Claudia Gnettner

Dr. med. Claudia Gnettner

Chefärztin

T 02251 90-1406 hygiene@marien-hospital.com

Werdegang