Die letzten Wochen der Schwangerschaft sind eine besondere Zeit voller Vorfreude, aber auch vieler Fragen. Eine davon kann sein: Liegt mein Baby richtig für die Geburt? In den meisten Fällen nimmt Ihr Kind ganz von allein die ideale Position ein. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, stehen wir Ihnen mit moderner Medizin, viel Erfahrung und persönlicher Begleitung zur Seite.
In unserer Klinik für Geburtshilfe bieten wir die sogenannte äußere Wendung an – ein bewährtes Verfahren, mit dem wir versuchen, Ihr Baby vor der Geburt in die optimale Geburtsposition zu bringen. Das Team unserer Geburtshilfe verfügt über langjährige Erfahrung und Expertise in der Durchführung dieser Methode.
Was ist eine Beckenendlage?
Im Normalfall liegt das Baby am Ende der Schwangerschaft mit dem Kopf nach unten in der Gebärmutter. Diese Position wird als Schädellage bezeichnet und ist für eine natürliche Geburt am günstigsten.
Bei etwa 3–5 % aller Schwangerschaften befindet sich das Baby jedoch in einer sogenannten Beckenendlage (auch Steißlage genannt). Das bedeutet, dass das Baby mit dem Gesäß oder den Füßen nach unten liegt, während sich der Kopf oben befindet. Diese Lage kann die Geburt erschweren und ist häufiger mit einem geplanten Kaiserschnitt verbunden.
Was ist eine äußere Wendung?
Die äußere Wendung ist ein medizinisches Verfahren, bei dem versucht wird, das Baby durch gezielte Handgriffe von außen – also über die Bauchdecke der Mutter – in die Schädellage zu drehen. Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine spontane, natürliche Geburt zu verbessern.
Dabei legen wir großen Wert auf eine ruhige, vertrauensvolle Atmosphäre. Sie werden während des gesamten Ablaufs eng begleitet und können sich jederzeit darauf verlassen, dass Ihr Wohlbefinden und die Sicherheit Ihres Kindes im Mittelpunkt stehen.
Wie wird die äußere Wendung durchgeführt?
Die äußere Wendung erfolgt in der Regel ab der 36. bis 37. Schwangerschaftswoche und unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung:
- Vor dem Eingriff wird per Ultraschall die Lage des Babys, die Fruchtwassermenge und die Position der Plazenta bestimmt.
- Während der gesamten Behandlung wird die Herzfrequenz des Babys kontinuierlich überwacht.
- Die Mutter erhält bei Bedarf ein Medikament, das die Gebärmutter entspannt.
- Anschließend übt die erfahrene Ärztin oder der Arzt mit den Händen sanften, gezielten Druck auf den Bauch aus, um das Baby langsam zu drehen.
Der Eingriff dauert meist nur wenige Minuten. In vielen Fällen ist er erfolgreich, kann jedoch nicht in jeder Situation durchgeführt werden. Die Sicherheit von Mutter und Kind steht dabei jederzeit im Vordergrund.
Welche Vorteile hat die äußere Wendung?
Eine erfolgreiche äußere Wendung bietet mehrere Vorteile:
- Erhöhte Chance auf eine natürliche Geburt ohne Kaiserschnitt
- Vermeidung operativer Eingriffe und der damit verbundenen Risiken
- Kürzere Erholungszeit nach der Geburt
- Mehr Flexibilität bei der Geburtsplanung
Individuelle Beratung – wir begleiten Sie persönlich
Jede Schwangerschaft ist einzigartig. Deshalb nehmen wir uns Zeit, gemeinsam mit Ihnen zu besprechen, ob eine äußere Wendung in Ihrer individuellen Situation sinnvoll und möglich ist.
Unser erfahrenes Team steht Ihnen mit medizinischer Kompetenz, Einfühlungsvermögen und langjähriger Erfahrung zur Seite – damit Sie Ihrer Geburt mit Vertrauen und Vorfreude entgegensehen können.
Haben Sie Fragen oder möchten mehr erfahren? Sprechen Sie uns gerne an:
frauenheilkunde@marien-hospital.com oder 02251 90-1216 – wir freuen uns auf Sie!