Myome

Gutartige Wucherungen

Myome der Gebärmutter sind eine häufige gynäkologische Erkrankung. Dabei handelt es sich um gutartige Raumforderungen der glatten Muskulatur und des Bindegewebes der Gebärmutterwand.

Myome können die Ursache sein für Beschwerden, wie etwa besonders starke oder verlängerte Menstruationsblutungen, Zwischenblutungen oder Unterleibsschmerzen.

Rund die Hälfte der Patientinnen hat keine Beschwerden

Auch unerfüllter Kinderwunsch kann hier seine Ursache haben. In seltenen Fällen können Myome zu Komplikationen während einer Schwangerschaft führen. Rund die Hälfte der betroffenen Patientinnen hat durch Myome keine Beschwerden. Die Myome werden deshalb häufig erst zufällig bei gynäkologischen Routineuntersuchungen entdeckt.

Diagnose und Therapie

Diagnose

Deuten die Beschwerden auf ein Myom hin, folgt einem ersten ausführlichen Anamnesegespräch zunächst eine gynäkologische Tastuntersuchung. Größere Myome oder eine Ansammlung von mehreren Myomen (Uterus myomatosus) können bereits sehr gut ertastet werden. Durch eine Vaginalsonografie (vaginaler Ultraschall) lässt sich der erste Verdacht in den meisten Fällen bestätigen. Auch die genaue Lage, Größe und Ausprägung lassen sich so ermitteln. Für die weitere Vorgehensweise und Therapieplanung ist das von zentraler Bedeutung. Bei Bedarf erfolgt eine weiterführende Diagnostik.

Therapie

Verursachen Myome keine Beschwerden, werden sie in der Regel auch nicht behandelt. Sollte es aber doch notwendig sein, stehen verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. In manchen Fällen ist eine medikamentöse Behandlung ausreichend. In anderen Fällen raten wir zu einer interventionellen radiologischen Behandlung, etwa einer Embolisation (Verschluss von zuführenden Gefäßen) oder einer Verkleinerung des Myoms per Ultraschall.

Operationen meist minimalinvasiv

Sollte eine Operation notwendig sein, wird diese möglichst schonend, mit kleinen Schnitten (minimalinvasiv) durchgeführt. Je nach Lage und Größe der Myome kommt eine Entfernung im Rahmen einer Gebärmutterspiegelung (Resektoskopie) in Frage. Eine andere Möglichkeit ist die Bauchspiegelung (Laparoskopie), bei der die Gebärmutter auch entfernt werden kann, wenn es sein muss Bauchspiegelung (LASH/TLH). In seltenen Fällen ist ein Bauchschnitt zur Entfernung von Myomen oder der Gebärmutter nötig.

Experten

Miriam Rossa, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe

Miriam Rossa

Chefärztin

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