Gebärmutterköperkrebs (Endometriumkarzinom)

Bösartige Gewebeveränderung der Gebärmutterschleimhaut

Ein Endometriumkarzinom (Gebärmutterköperkrebs) ist eine bösartige Gewebeveränderung der Gebärmutterschleimhaut. Die meisten betroffenen Frauen erkranken vor, während oder nach den Wechseljahren. Zu den typischen ersten Anzeichen zählen vor allem abnormale Blutungen. Jüngere Frauen sind nur sehr selten betroffen. Jede abnorme Blutung, ob unregelmäßige Zwischenblutungen vor den Wechseljahren oder auch bereits leichte Blutungen nach den Wechseljahren, müssen abgeklärt werden. In den meisten Fällen verursacht Gebärmutterkörperkrebs keine Schmerzen.

Gebärmutterköperkrebs (Endometriumkarzinom): Die meisten betroffenen Frauen erkranken vor, während oder nach den Wechseljahren

Diagnose

Anhand einer vaginalen Sonografie (Ultraschalluntersuchung durch die Scheide) werden Gebärmutter und die Eierstöcke untersucht. Erhärtet wird die Diagnose durch eine Ausschabung der Gebärmutter (Abrasio) und einer Spiegelung der Gebärmutterhöhle (Hysteroskopie).

Bestätigt sich der Verdacht, folgen bildgebende Untersuchungen wie Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT). Auch eine Koloskopie (Spiegelung des Enddarms) gehört zu einer sicheren Diagnose.

Wöchentliche Tumorkonferenzen

Bösartige Befunde werden in wöchentlichen Tumorkonferenzen vorgestellt. In der Regel wird operiert. Eine alleinige Strahlen- oder Hormontherapie kommt nur bei Patientinnen in Frage, die nicht operiert werden können. In sämtlichen Phasen der Therapie steht den Patientinnen eine psychoonkologische Betreuung zur Verfügung.

Liegt der Verdacht auf eine genetische Ursache nahe, raten wir zu einer weiterführenden Diagnostik im Hinblick auf eine mögliche Genmutation. In diesen Fällen vermitteln wir die betroffenen Patientinnen an das kooperierende Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs an der Universität Köln. Patientinnen mit einem erhöhten Risiko erhalten dort eine ausführliche Tumorrisikosprechstunde.

Experten

Miriam Rossa, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe

Miriam Rossa

Chefärztin

Werdegang