Eileiterschwangerschaft (Extrauteringravidität)

Eine Eileiterschwangerschaft auf 100 Geburten

Darunter versteht man die Einnistung einer befruchteten Eizelle außerhalb der Gebärmutterhöhle. In den vergangenen Jahren hat sich die Rate der Extrauteringraviditäten weltweit verdoppelt. Gegenwärtig kommt auf rund 100 Geburten eine Eileiterschwangerschaft. Die Symptome sind sehr unterschiedlich. Auch nach Ausbleiben der Periode oder einem positiven Schwangerschaftstest können plötzlich auftretende, teils kolikartige Unterbauchschmerzen ein Hinweis auf eine Extrauteringravidität sein. Selten können auch Kreislaufbeschwerden bis hin zu einem Kreislaufkollaps auftreten.

Diagnose und Therapie

Diagnose

Grundlage ist eine gynäkologische Untersuchung mit Ultraschall und Laborentnahme. Dabei werden Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke beidseitig betrachtet. Im Labor interessiert vor allem der HCG-Spiegel und je nach Situation die zeitliche Veränderung des HCG-Wertes. Denn das HCG ist ein Schwangerschafts-spezifisches Hormon, das der Körper ausschließlich in der Schwangerschaft produziert. Hierdurch kann es sehr gut in die Diagnostik eingebunden werden.

Therapie

Bestätigt sich der Verdacht ist fast immer eine Operation notwendig. Bevorzugte Methode ist die Bauchspiegelung (Laparoskopie), weil sie den Erhalt des Eileiters gewährleistet. Die vollständige Entfernung des Eileiters wird notwendig, wenn Komplikationen auftreten oder die Tube irreversible geschädigt ist. In sehr seltenen Fällen ist eine medikamentöse Therapie notwendig.

Experten

Miriam Rossa, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe

Miriam Rossa

Chefärztin

Werdegang
Ahmad Mohammad, Leitender Oberarzt Gynäkologie und Geburtshilfe

Ahmad Mohammad

Leitender Oberarzt Gynäkologie und Geburtshilfe