Therapie

Operation

Die wichtigste Behandlungsmethode bei Darmkrebs ist die operative Entfernung des Tumors. Sie ist umso erfolgreicher, je früher der Tumor erkannt wird. Bei sehr früh erkannten Fällen reicht zumeist eine operative Versorgung ohne weiterführende Therapien aus. 
Bei der Operation wird der Tumor mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand zum umgebenden gesunden Gewebe mit den zugehörigen Lymphknoten entfernt. Die verbliebenen Darmenden werden wieder zusammengenäht. Der Verlust eines Darmanteils ist in der Regel kein Problem, da der verbliebene Rest die Funktion mit übernehmen kann. In den meisten Fällen kann der After erhalten bleiben. 
Ein besonderes Operationsverfahren stellt die TEM (transanale endoskopische Mikrochirurgie) im Frühstadium des Rektumkarzinoms dar. Bei dieser Operationsmethode bleibt Ihnen ein Bauchschnitt erspart. Die Entfernung des in frühem Stadium diagnostizierten Enddarmtumors erfolgt durch den After. 
Während der Operation werden der Tumor und das umliegende Gewebe zur feingeweblichen Untersuchung zum Pathologen geschickt. Hier werden die Größe des Tumors, die Anzahl der vorhandenen und davon betroffenen Lymphknoten und die Radikalität der Operation (siehe TN M-Klassifikation) bestimmt. Diese Ergebnisse besprechen wir in unserer Tumorkonferenz.

Stomatherapie

Was ist ein Stoma?

Der aus dem Griechischen stammende Begriff „Stoma“ bezeichnet operativ geschaffene Körperöffnungen. Ein Stoma wird vielfach auch „Anus praeter“ oder „künstlicher Darmausgang“ genannt. Um den Ausgang für die künstliche Körperöffnung zu schaffen, wird ein gesunder Abschnitt des Darms an einer vorher zu bestimmenden Stelle durch die Bauchdecke nach außen geleitet und dort mit der Bauchhaut vernäht. Das Stoma enthält weder schmerzempfindliche Nerven noch willkürlich steuerbare Muskeln.

 Wann ist ein Stoma notwendig?

Eine Stomaanlage ist erforderlich, wenn der Darm erkrankt ist und teilweise oder dauerhaft stillgelegt bzw. entfernt werden muss.

Die Notwendigkeit einer Stomaanlage wird Ihr Arzt Ihnen ausführlich erklären. In einigen besonderen Situationen kann es notwendig sein, vorübergehend ein Stoma anzulegen, welches dann ca. sechs bis acht Wochen nach Abheilung der Wunden durch einen weiteren Eingriff wieder zurückverlagert wird. In nur wenigen Fällen macht es die vorliegende Erkrankung notwendig, ein endgültiges Stoma anzulegen.

 Zwar ist die Anlage eines Stomas – sei es vorübergehend oder auf Dauer – mit gewissen Abstrichen gegenüber der gewohnten Lebensweise verbunden, aber, wie schon eingangs erwähnt: Eine Stomaanlage wird wesentlich dazu beitragen, Ursachen und Folgen Ihrer Erkrankung zu beseitigen. Zugleich bieten die heutigen modernen Versorgungssysteme die Möglichkeit einer zuverlässigen, individuellen Versorgung. Falls es für Sie erforderlich werden sollte, werden Sie bereits vor der Operation von einem unserer Stomatherapeuten besucht. 

Bestrahlung

Eine Bestrahlung wird nur beim Enddarmkrebs angewendet. Sie wird mit einer Chemotherapie kombiniert. Eine Behandlung vor der Operation (neoadjuvante Therapie) hat den Sinn, den Tumor zu verkleinern und das Risiko des Auftretens eines Lokalrezidivs, d. h. das Wiederauftreten des Tumors an seiner ursprünglichen Lage, zu verringern. Eine Bestrahlung nach der Operation soll ebenfalls das Risiko der Lokalrezidivbildung verringern. Dabei wird bei der Bestrahlung streng darauf geachtet, dass die umgebenden Organe möglichst wenig mit Strahlen belastet werden, um Strahlenschäden zu vermeiden.

Chemotherapie

Bei fortgeschrittenen Stadien des Dickdarmkrebses besteht die Gefahr, dass sich bereits einzelne Krebszellen im Körper verteilt haben. Aus diesen Mikrometastasen können sich später Tochtergeschwülste entwickeln. Um dies zu verhindern, ist es häufig sinnvoll, eine Chemotherapie nach einer Operation (adjuvante Therapie) anzuschließen, um langfristig die Heilungschancen zu verbessern. Bei einer Chemotherapie erhält der Patient Medikamente (Zytostatika), die als Infusion oder in Tablettenform in den Körper eingebracht werden. Diese greifen die Krebszellen in bestimmten Phasen der Zellteilung an und zerstören sie. Das genaue Nebenwirkungsprofil dieser Medikamente und spezielle Verhaltensmaßnahmen während der Chemotherapie werden Ihnen in einem ausführlichen Gespräch erläutert. Die Dauer der Therapie beträgt ca. sechs Monate.

Darmzentrum

 

Leitung Darmzentrum

Dr. med.

Alban Schulte-Fischedick

Chefarzt Gastroenterologie

 

Kontakt:

Sekretariat Gastroenterologie / Innere:

Michaela Schneider

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