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Krankenhaushygiene

Krankenhaushygiene

Die Hauptaufgaben der Krankenhaushygiene sind die Etablierung von Maßnahmen zur Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Infektionen im Krankenhaus.

Hierzu sind zahlreiche Einzelmaßnahmen erforderlich, welche in ihrer Gesamtheit das Risiko einer im Krankenhaus erworbenen infektiösen Erkrankung minimieren. Die konsequente Umsetzung dieser Einzelmaßnahmen ist gerade in Zeiten von multiresistenten Erregern (MRSA, MRGN) besonders wichtig und erfordert den täglichen Einsatz aller Mitarbeiter des Marien-Hospitals Euskirchen.

Unterstützt werden sie dabei von unserer Abteilung für Krankenhaushygiene und Infektiologie unter der Leitung der Krankenhaushygienikerin in Weiterbildung, Mehtap AY, sowie drei Hygienefachkräften (Fachpflegekräfte für Hygiene und Infektionsprävention) sowie sechs hygienebeauftragten Ärzten und 39 hygienebeauftragten Pflegekräften. Außerdem besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn unter Leitung von Herrn Prof. Dr. med. Exner, u. a. durch die monatliche Teilnahme an einer von Prof. Exner geleiteten Expertenrunde.

Neben dem Marien-Hospital Euskirchen obliegt der Abteilung für Krankenhaushygiene auch die hygienische Betreuung aller der Stiftung Marien-Hospital zugehörigen Objekte, wie das Altenzentrum, das Demenzhaus (Resi-Stemmler Haus), das Hospiz, die Klinik St. Martin und die Kindertagesstätte am Marien-Hospital.
Falls Sie weiterführende Informationen wünschen, wenden Sie sich an unser Hygieneteam unter E-Mail hygiene(at)marien-hospital.com. Wir werden uns zeitnah um eine Antwort bemühen.

MRSA Netzwerk euPrevent

Zertifikat euPrevent

Das Marien-Hospital Euskirchen ist assoziiertes Mitglied im Euregio-Netzwerk „euPrevent“ (www.euprevent.eu) und nimmt regelmäßig an euPrevent-Projekten teil. Das Euregio-Netzwerk ist ein grenzüberschreitendes Projekt in der Euregio Maas-Rhein Region, mit dem Ziel, die Patientensicherheit durch eine gute Infektionsprävention gegen multiresistente Keime und gegen im Krankenhaus erworbene Infektionen sicherzustellen.

Am 30. Juni 2014 wurde dem Marien-Hospital Euskirchen in einer offiziellen Feierstunde das Zertifikat „Patientensicherheit durch Hygiene und Infektionsschutz“ des Euregio-Netzwerks „euPrevent“ verliehen. Dieses Zertifikat bescheinigt dem Marien-Hospital, dass es die Bedingungen für das zweite Qualitätssiegel für die Krankenhäuser nach den Anforderungen des euregionalen Netzwerkes „euPrevent“ erfüllt hat.

In langjährigen Arbeits- und Schulungsprozessen hat das Marien-Hospital Euskirchen den Grundstock für die erste und zweite Stufe des Zertifikates erlangt. In den zehn Qualitätszielen werden nach einem Punktesystem die Bewertungen vergeben. Zu den Qualitätszielen gehören u. a.

  • Netzwerkarbeit und Wissensmanagement
  • die Erfassung epidemiologischer Daten
  • Patientensicherheit durch Standardhygiene und Patienteninformation
  • erregerspezifische Hygieneempfehlungen, u. a. für MRSA und MRGN
  • die Implementierung eines Antibiotikamanagements
  • Ausbruchmanagement
  • die Sicherstellung der Strukturqualität.

Ein Teil der Maßnahmen zum Schutz vor MRSA ist die Einführung eines Aufnahmescreenings auf MRSA bei allen stationären Patienten sowie konsequente Isolierung und Dekolonisierung aller mit MRSA-besiedelten Patienten. Für nähere Informationen verweisen wir auf unsere Flyer „Umgang mit MRSA in der Somatik“ und „Umgang mit MRSA in der Psychiatrie“.

MRE-Sprechstunde

Besonders hinweisen möchte wir auf unsere MRE-Sprechstunde. Sie können unter 02251 - 901406 oder per Email einen Termin vereinbaren. Dort werden Sie umfassend über das Thema „Multiresistente Keime wie MRSA und MRGN“ informiert. Sollte bei Ihnen eine MRSA-Besiedelung bekannt und ein stationärer Aufnahmetermin in unserem Haus geplant sein, unterstützen wir Sie z.B. bei der Dekolonisierung vor der stationären Aufnahme und geben Ihnen Tipps, wie eine Dekolonisierung erfolgreich sein kann. Unter Dekolonisierung versteht man eine fünf Tage andauernde Behandlung mit MRSA-wirksamen lokal anzuwendenden Produkten (Waschlotion, Mundspüllösung, Nasensalbe, etc.), welche in der Lage sind, den Erreger MRSA abzutöten.

Händehygiene

Die regelmäßige Händehygiene ist und bleibt die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von im Krankenhaus erworbenen, sogenannten nosokomialen Infektionen. Die Hände sind der häufigste Übertragungsweg von Erregern, die beim Patienten Infektionen verursachen.

Neben regelmäßigen Schulungen und Motivation der Mitarbeiter zum Thema „Händehygiene“ findet jährlich im Marien-Hospital Euskirchen ein Aktionstag „Saubere Hände“ statt.

Das Marien-Hospital Euskirchen beteiligt sich seit 2008 an der bundesweiten „Aktion Saubere Hände“ (www.aktion-sauberehaende.de) unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums, welche die Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen verbessern will. Die "Aktion Saubere Hände" ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen.

Sie wurde am 1. Januar 2008, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit, vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance nosokomialer Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (GQMG) ins Leben gerufen.

Weitere Hygienemaßnahmen

Neben den gut sichtbaren Hygienemaßnahmen, wie z.B. Händehygiene und Desinfektionsmittelspenderpräsenz, bleiben viele Maßnahmen dem Patienten und Besucher eher verborgen. Hierzu gehören u. a. die regelmäßige Überprüfung der Trinkwasserqualität, die Lebensmittelhygiene (HACCP-Konzept), mikrobiologische Kontrolle von Medizinprodukten wie Endoskope und vieles mehr.

Krankenhaushygiene ist ein vielseitiges Gebiet mit Vernetzung zu nahezu allen Arbeitsbereichen eines Krankenhauses.

Kontakt:

Krankenhaushygiene & Infektiologie

Leitung Abt. Krankenhaushygiene und Infektiologie

Mehtap Ay
Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie
Intensivmedizin, Schlafmedizin
Infektiologie
Krankenhaushygiene i. WB

 

Hygienefachkräfte

Swetlana Geis-Laubach
Melanie Grimm
Sandra Büser

Tel.: 0 22 51 - 90 14 06
E-Mail: hygiene@marien-hospital.com