Schlaganfalltherapie, zerebrale Thrombektomie

Entfernung des Thrombus aus dem Gehirn

Reicht eine Thrombolysebehandlung zur Auflösung eines Blutgerinnsels nicht aus oder ist diese für den Patienten ungeeignet, ist die mechanische Thrombektomie eine moderne und hochwirksame Methode der Schlaganfallbehandlung.

Diagnose und Therapie

Thrombektomie

Ein Katheter wird über die Leistenarterie bis in das Hirngefäß vorgeschoben und an dem Blutgerinnsel (Thrombus) platziert. Der Thrombus verfängt sich in dem Gittergeflecht des eingeführten Stent-Retrievers und kann schonend aus dem Gefäß gezogen werden. So wird das Gerinnsel entfernt (Thrombektomie), der Blutfluss wiederhergestellt und Hirngewebe revitalisiert.

Enge Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen

Die interventionelle Schlaganfallbehandlung ist ein Schwerpunkt der Abteilung. Jährlich werden etwa 50 Eingriffe durchgeführt. Die Zeit von der Notaufnahme bis zur Thrombektomie ist in unserem Haus besonders kurz, weil Notaufnahme, CT, MRT und DSA räumlich dicht beieinander liegen.

Selbst der schwerste Schlaganfall lässt sich in geeigneten Fällen vollständig rückgängig machen. Die Eingriffe erfolgen in Zusammenarbeit mit der Anästhesie und werden von den Kollegen der Neurologie koordiniert.

Die Abteilung nimmt erfolgreich an der Qualitätssicherung der Deutschen Gesellschaft für interventionelle Radiologie (DeGIR) teil. Der Chefarzt der Abteilung ist von der DeGIR und von der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie für diese Behandlung zertifiziert.

Experten

PD Dr. med. Olaf Rieker, Chefarzt Radiologie und Nuklearmedizin

PD Dr. med. Olaf Rieker

Chefarzt

Werdegang
Dr. med. Heinrich Brock

Dr. med. Heinrich Brock

Leitender Oberarzt