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Die Geburt

Kreissaal

Das Kreißsaalteam ist rund um die Uhr mit unseren Hebammen und Ärzten vor Ort.

Aufnahme zur Geburt

Wenn unsere Patientinnen zur Geburt kommen, erfolgt die Aufnahme über den Kreißsaal und die Station 1B. Zunächst wird ein CTG geschrieben, wobei der Herzschlag des Kindes und die Wehentätigkeit aufgezeichnet werden. Mittels einer vaginalen Untersuchung wird die Muttermundweite festgestellt. Danach folgt ein Ultraschall, der die Lage des Kindes und das etwa zu erwartende Geburtsgewicht ermittelt. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse wird dann der weitere Ablauf besprochen. In unserem freundlichen Kreißsaalbereich stehen unseren Patientinnen drei Zimmer für die Geburt zur Auswahl.

Während der Geburt

EntspannungsbadNeben Atemübungen und Rückenmassage kann auch ein Entspannungsbad zur Schmerzlinderung beitragen. Die Wärme des Wassers und das Gefühl der Schwerelosigkeit helfen den Schwangeren oft, sich zu entspannen.

Auf Wunsch kann durch Gabe von homöopathischen Mitteln nicht nur die Schwangerschaft, sondern auch die Geburt und das nachfolgende Wochenbett positiv beeinflusst werden.

Akupunktur kann während der Geburt zur Entspannung und zur Lösung des Mutterkuchens sowie nach der Entbindung zur Förderung der Rückbildung eingesetzt werden.

Darüber hinaus bieten wir die Aromatherapie an. Reine ätherische Öle sorgen für Entspannung und Wohlbefinden während der Geburt. Sollte das Kind sich auch 10 Tage nach dem errechneten Geburtstermin noch nicht von alleine auf den Weg gemacht haben, so kann durch das Einführen von Nelkentampons eine Geburtsanregung auf natürliche Weise versucht werden.   

Zur Erleichterung der Geburtsschmerzen können schmerzstillende und krampflösende Medikamente in Form von Zäpfchen und Spritzen eingesetzt werden. Eine weitere Methode weitgehende Schmerzfreiheit bei der Geburt zu bewirken ist die Periduralanästhesie (PDA). Diese Form der regionalen Betäubung wird zu jeder Tages- und Nachtzeit von unseren Anästhesisten durchgeführt. Um den Dehnungsschmerz beim Durchtritt des Köpfchens zu vermindern setzen wir eine andere Form der örtlichen Betäubung, den Pudendusblock, ein.

Nur wenn nötig, wird ein Dammschnitt durchgeführt. Wir zeichnen uns durch eine geringe Dammschnittrate aus. 

Nach der Entbindung wird Ihr Kind gemeinsam mit dem Vater versorgt. 

Sollte ein Kaiserschnitt notwendig sein, werden Sie von der Hebamme vorbereitet und bis in den Operationssaal begleitet. Kaiserschnitt wird durch erfahrene Operateure nach der so genannten "sanften Methode" nach Misgav-Ladach durchgeführt. Die Narkoseärzte sorgen für ein schmerzfreies Erlebnis. Die Hebamme nimmt ihr Kind in Empfang und legt es Ihnen auf Ihren freien Oberkörper (Bonding), nachdem es durch einen Arzt untersucht wurde. 

Überwachung der Geburt

In unterschiedlichen Zeitabständen werden kindliche Herztöne und die Wehentätigkeit mittels CTG kontrolliert, der Muttermund untersucht und der Blutdruck gemessen. Manchmal ist auch eine Dauerüberwachung notwendig.

Geburtsposition

Bei einem komplikationslosen Geburtsvorgang gibt es neben der Entbindung auf unseren Geburtsbetten auch die Möglichkeit im Vierfüßlerstand, am Seil stehend, auf dem Gebärhocker oder in der Badewanne zu entbinden. Welche Geburtsposition unsere Patientinnen wünschen kann gemeinsam mit der Hebamme und dem Arzt/ der Ärztin abgestimmt werden.

Ca. 20-25 Prozent aller Geburten finden in unserem Haus im Wasser statt. Die Wirkung des warmen Wassers kann den Geburtsschmerz lindern. Im Wasser erfolgt die Überwachung der kindlichen Herztöne mit einem wasserdichten Schallknopf. Die Vorteile einer Wassergeburt liegen in einem deutlich geringeren Schmerzmittelverbrauch, einer geringeren Dammschnitt- bzw. Dammverletzungsrate und in einem subjektiv schöneren Geburtserlebnis. Nachteile gibt es keine.

Ambulante Geburt

Neben dem stationären Aufenthalt bieten wir die Möglichkeit zur ambulanten Entbindung. Bei komplikationslosem Verlauf und Wohlbefinden von Mutter und Kind kann die Klinik ca. 4 Stunden nach der Geburt wieder verlassen werden. Wir empfehlen jedoch bereits vor der Geburt den Kontakt zu einer Hebamme aufgenommen zu haben, um die Betreuung in den ersten Tagen zu Hause sicherzustellen. Die zweite Vorsorgeuntersuchung des Kindes (U2) muss in diesem Fall durch einen niedergelassenen Kinderarzt erfolgen.

Kaiserschnitt

 

 Sollte ein Kaiserschnitt notwendig werden, so steht direkt neben dem Kreißsaal ein eigens dafür eingerichteter Operationssaal zur Verfügung. Ein OP-Team ist Tag und Nacht in Bereitschaft. Die in unserem Hause durchgeführte Form des Kaiserschnitts ist die Methode nach Misgav-Ladach, die sich als sogenannter „sanfter Kaiserschnitt“ durchgesetzt hat. Im Unterschied zum herkömmlichen Vorgehen wird dabei nur ein Schnitt in die obere Hautschicht gemacht. Die tieferen Schichten der Bauchwand werden dann durch Dehnung mit den Fingern eröffnet. Somit wird weniger Gewebe verletzt, der Blutverlust ist geringer, die Operationsdauer ist kürzer und die Heilung verläuft schneller. Nach der Geburt wird der Bauch mit wenigen Nähten verschlossen. Die Zwischenschichten werden nicht wie bei einem traditionellen Kaiserschnitt vernäht. Bei dieser Methode ist der Wundschmerz häufig geringer und es kommt seltener zu Wundheilungsstörungen.

 

 

 

Leitende Oberärztin

Miriam Rossa

Termine nach Vereinbarung:
Sekretariat Gynäkologie
Tel.: 0 22 51 – 90 12 16
Fax: 0 22 51 – 90 12 17
E-Mail: sekretariat.gynaekologie(at)marien-hospital.com