Startseite Marien-HospitalMedizin/PflegeGynäkologie / Geburtshilfe

Ambulante Chemotherapie

1.

Was ist eine Chemotherapie?

Dabei handelt es sich um die Behandlung bösartiger Tumoren mit Medikamenten, so genannte Chemotherapeutika. Über eine Vene am Arm erhalten Sie mehrere Infusionen. Je nach Behandlungsschema werden 2 oder 3 Medikamente kombiniert.

Diese wirken auf Zellen, die sich häufig teilen.

Dazu zählen eben die Tumorzellen, aber auch andere Zellen des Körpers, wie zum Beispiel blutbildende Zellen des Knochenmarks, Zellen des Haarbalgs und der Haut, sowie die der Schleimhäute.

Neben der operativen Therapie, welche sich an Leitlinien orientiert, bildet die Chemotherapie einen weiteren Bestandteil in der modernen Krebsbehandlung, denn sie dient zur Behandlung des gesamten Körpers. Das Zurückbleiben von Tumorzellen und damit die Gefahr der Metastasenbildung (Tochtergeschwülste) soll somit verhindert werden.

2.

Ambulante Chemotherapie

Die meisten Chemotherapien können ambulant durchgeführt werden. Das hat den großen Vorteil, dass Sie sich während der gesamten Chemotherapiezeit in Ihrer gewohnten häuslichen Umgebung befinden. Nur am Tag der Applikation kommen Sie für mehrere Stunden in unsere Klinik. Dazu steht ein eigener Raum zur Verfügung, in dem die Patientinnen von einer für die Chemotherapie zuständigen Schwester sowie durch einen Arzt betreut werden.

Die Therapieschemata werden individuell für ihre Erkrankung durch ein interdisziplinäres Expertenteam, bestehend aus Gynäkologen, Pathologen, Radiologen, Strahlentherapeuten und Onkologen, ausgewählt. Dabei richten wir uns nach internationalen Empfehlungen. Weitere Kriterien, wie Größe und Ausdehnung des Tumors, Lymphknotenbefall, Grad der Bösartigkeit der Krebszellen (sog. Grading), Hormonempfindlichkeit und persönliches Alter werden bei der Therapie des Brustkrebses berücksichtigt.

Es handelt sich meist um 6 Zyklen: Diese entsprechen 6 Behandlungstagen, welche in einem bestimmten Zeitintervall (in drei /oder vierwöchigem Abstand) durchgeführt werden.

Die Chemotherapie muss unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da die meisten Medikamente intravenös (das heißt über eine Kanüle im Arm oder über einen Port direkt ins Blut) verabreicht werden.

Während der Behandlung werden nicht nur die eigentlichen Chemotherapeutika gegeben, sondern auch eine entsprechende Begleitmedikation, welche die Begleiterscheinungen einer Chemotherapie möglichst wirkungsvoll reduzieren sollen.

3.

Nebenwirkungen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und leider meist auch Haarausfall. Ebenso werden Veränderungen des Blutbildes auftreten.

Ein Abfall der weißen Blutkörperchen (Leukozyten= verantwortlich für die Infektabwehr) bedeutet ein erhöhtes Risiko an grippalen Infekten zu erkranken. Der Abfall der Blutplättchen (sog. Thrombozyten= verantwortlich für die Blutgerinnung) kann eine erhöhte Blutungsneigung/ -gefahr bedeuten. Ein Abfall der roten Blutkörperchen( sog. Erythrozyten) äußert sich mit Leistungsabfall und Müdigkeit. Regelmäßige Blutbildkontrollen sind daher unerlässlich. Diese führen wir oder Ihr Hausarzt mindestens 2 Tage vor jeder Gabe der Chemotherapie durch.

Entsprechende Medikamente können einige dieser Begleiterscheinungen mildern oder ganz beseitigen.

Bei Haarausfall helfen wir Ihnen gerne bei der Anschaffung einer Perücke. Direkt im Haus des Marien-Hospitals Euskirchen steht Ihnen das Haarstudio Creativ Team von Gaby Wegner  als Spezialist für Zweithaar zur Verfügung. Jedoch ist der Effekt auf die Haare reversibel. Ihre Haare werden kurz nach Beendigung der Chemotherapie also wieder nachwachsen.

Der Sozialdienst unseres Hauses berät Sie in allen Fragen der Rehabilitation und stimmt mit Ihrer Krankenkasse weitere erforderliche Maßnahmen wie Haushaltshilfe, medizinische Hilfsmittel, Transport etc. ab.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Leitende Oberärztin

Miriam Rossa

Termine nach Vereinbarung:
Sekretariat Gynäkologie
Tel.: 0 22 51 – 90 12 16
Fax: 0 22 51 – 90 12 17
E-Mail: sekretariat.gynaekologie(at)marien-hospital.com