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Thoraxchirurgie

In unserem Bereich „Thoraxchirurgie“ werden gut- und bösartige Erkrankungen der Lunge behandelt. Hierzu zählen u. a.:

 

  • das Bronchialkarzinom (Lungenkrebs)
  • das Lungenemphysem
  • der Pneumothorax (Zusammenfall der Lunge aufgrund eines Defektes im Lungengewebe)
  • die Behandlung von Pleuraergüssen (Wasseransammlung im Raum zwischen Lungen- und Brustfell)

Thoraxchirurgie

Die Behandlung des Bronchialkarzinoms erfolgt nach streng onkologischen Kriterien und erfordert je nach Befund die Entfernung eines Teils des betroffenen Lungenflügels oder des gesamten Lungenflügels. Die Vor- und Nachbehandlung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kollegen.

 

Beim Lungenemphysem kann häufig die Notwendigkeit bestehen, Gewebe mit erweiterten Lungenbläschen operativ zu entfernen, um einem Pneumothorax zu vermeiden. Dies wird in unserer Abteilung in der Regel minimal invasiv durch eine Thorakoskopie durchgeführt.

 

Große Pleuraergüsse erschweren die Atmung und finden sich häufig bei fortgeschrittener Krebserkrankung. Um eine erneute Ansammlung der Flüssigkeit zwischen Lungen- und Rippenfell zu vermeiden, führen wir in unserem Hause regelmäßig sogenannte Pleurodesen (Verklebungen des Lungen- mit dem Rippenfell) durch. Diese palliative Maßnahme verbessert deutlich die Lebensqualität und erfolgt häufig in Zusammenarbeit mit der Palliativstation unseres Hauses.

 

Marien-Hospital Euskirchen: Lungen-CT

Weitere thoraxchirurgische Eingriffe betreffen die Halsregion. Hier sind insbesondere die Eingriffe bei Schilddrüsenerkrankungen zu nennen. Etwa 100.000 Schilddrüsenentfernungen werden in Deutschland jährlich durchgeführt. Bei der Operation kann es zu einer Verletzung des so genannten Stimmbandnerven und eines Kehlkopfnerven kommen. Beide Nerven ziehen auf jeder Seite der Schilddrüse bis an den Kehlkopf. Sie liegen damit der Schilddrüse unmittelbar an. Bei der Operation sollten diese Nerven nicht verletzt werden, da es sonst zu einer anhaltenden Heiserkeit bzw. zum Verlust der Stimmhöhe sowie zu einer schnellen Ermüdung der Stimme kommen kann. Die Häufigkeit der anhaltenden, einseitigen Stimmbandnervschädigungen wird in der Literatur mit 0,9 % bis zu 14 % angegeben. Aufgrund der modernen Ausstattung unseres Hauses können diese Operationen bei uns mit hoher Sicherheit für den Stimmbandnerv durchgeführt werden, da dieser mit Hilfe des sogenannten Neuromonitorings während der gesamten Operation routinemäßig überprüft wird. Dank dieser Technik kann eine Identifikation und eine Funktionsbeobachtung des Nervs während der gesamten Operation erfolgen.

 

Auch werden regelmäßig Mediastinoskopien z. B. zur Entnahme von Gewebeproben durchgeführt. Das Mediastinum ist der Raum hinter dem Brustbein. Hier finden sich bei bestimmten Erkrankungen häufig vergrößerte Lymphknoten, welche gut und schonend entfernt werden können und deren Untersuchung eine genaue Diagnosestellung und damit eine optimale Therapieplanung ermöglicht.

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Chefarzt

Prof. Dr. med.
Hans Schwering

         

Leitende Oberärztin:

Dr. med. Alessandra Steffen

           

Termine nach Vereinbarung:

Sekretariat: Claudia Schmitz

Tel.: 0 22 51 - 90 13 71

Fax: 0 22 51 - 90 29 50

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