Diagnostik und Therapie
Unsere Abteilung verfügt über sämtliche moderne diagnostische und therapeutische Möglichkeiten, die für das Fachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie sinnvoll sind.
Diagnostik:
- Sofortige Eingangsuntersuchung nach Aufnahme (Anamnese, psychischer und körperlicher Befund, Laboruntersuchung)
- EEG
- Liquoruntersuchung (falls erforderlich)
- In Zusammenarbeit mit unseren Nachbardisziplinen, falls erforderlich: Röntgenuntersuchungen, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), neurophysiologische Untersuchungen oder weiterführende medizinische Untersuchungen, ggf. durch konsiliarärztliche Beauftragung.
Therapie:
Medikamentöse Therapie. Die moderne medikamentöse Therapie wird mit möglichst verträglichen Präparaten und in möglichst niedriger Dosierung durchgeführt. Alle Maßnahmen werden mit den Patienten besprochen und ggf. wird auf Präparate zurückgegriffen, mit denen der Patient in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht hat. Wirkungen und mögliche Nebenwirkungen werden dabei intensiv besprochen.
Psychotherapie. Sowohl auf unserer Psychotherapiestation, in der Tagesklinik als auch auf unseren allgemeinpsychiatrischen Stationen ist Psychotherapie ein integraler Baustein der psychiatrischen Therapie. Der Schwerpunkt unserer psychotherapeutischen Behandlung liegt dabei auf der Verhaltenstherapie, welche störungsspezifisch und effektiv die seelischen Probleme aufgreift, unter denen die Patienten leiden. Dennoch fließen auch tiefenpsychologische Aspekte in unsere Arbeit ein, wenn dies sinnvoll ist. Die Therapien werden sowohl in Einzel- als auch in Gruppentherapie durchgeführt. Die Gruppen sind themengebunden, z.B. Psychosegruppe, Depressionsgruppe, Genusstraining, Training sozialer Kompetenz, etc. Für Angehörige besteht das Angebot einer Angehörigengruppe.
Soziotherapie. Für alle Fragen, die soziale Probleme beinhalten, stehen die ausgebildeten Mitarbeiter unseres Sozialdienstes zur Verfügung. Soziotherapie beinhaltet ggf. auch. bestehende Schwierigkeiten im sozialen Umgang miteinander zu behandeln. Ohne Zwang bestehen für die Patienten vielfältige Möglichkeiten, gemeinsame Aktivitäten unter Anleitung oder auch frei durchzuführen.
Ergo- und Sporttherapie. In der Ergotherapie besteht die Möglichkeit des kreativen Gestaltens, der Entdeckung eigener Entfaltungsmöglichkeiten, der Mitarbeit in Projektgruppen und vieles mehr. Die Konzentrationsfähigkeit kann im Rahmen des angebotenen Hirnleistungstrainings geübt werden. In der Sporttherapie werden verschiedene Bewegungstherapien angeboten, z.B. Mannschaftssportarten, Walking oder Gymnastik.
Über die beschriebenen Maßnahmen hinaus werden noch andere Verfahren bei speziellen Indikationen angeboten:
Lichttherapie:
Diese hat sich insbesondere bei saisonal abhängigen Depressionen (SAD) in internationalen Studien als wirksam erwiesen.
Schlafentzug bei schweren Depressionen:
Der Schlafentzug kann eine sinnvolle adjuvante Behandlung depressiver Störungen sein. Er kann – je nach Indikation - als totaler Schlafentzug über eine Nacht durchgeführt werden, oder aber partiell oder verschoben angewandt werden.
Elektrokrampftherapie:
Die Elektrokrampftherapie (EKT) ist ein etabliertes Verfahren, deren gute und rasche Wirksamkeit bei schweren Depressionen sich in vielen wissenschaftlichen Studien bestätigt hat. Dieses positive Ergebnis findet sich darüber hinaus auch in unseren eigenen klinischen Erfahrungen wieder. Wir wenden die EKT daher in Einzelfällen auf Wunsch des Patienten an, wenn die Indikation einer schweren psychiatrischen Störung gegeben ist. Das Verfahren wird gemeinsam mit unseren Kollegen der anästhesiologischen Abteilung durchgeführt.






