Diagnostik
Modernste Diagnoseverfahren sind für eine erfolgversprechende Behandlung einer Brustkrebserkrankung bedeutsam. Der Verlauf der Erkrankung wird auch wesentlich durch den Zeitpunkt der Diagnosestellung geprägt.
Durch minimal invasive dignostische Verfahren ( Stanzbiopsien und Ultraschallgesteuerte Vakuumbiopsien) erhält die Patientin binnen 24 Stunden den Befund. Im Rahmen unserer wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Fallkonferenzen wird für jede Patientin ein individueller Behandlungsplan erstellt.
Zu den Diagnoseverfahren zählen:
Tastuntersuchung
Die einfachste Untersuchung der Brust ist die Tastuntersuchung. Hierdurch können bei oberflächlicher Lage auch schon kleinere Tumore festgestellt werden. Vorstufen eines Brusttumors und tiefer gelegene Knoten können jedoch meist nur durch den Einsatz moderner medizinischer Apparate entdeckt werden.
Mammographie
Bei der Mammographie werden von der Brustdrüse Röntgenbilder angefertigt. Dazu wird die Brust zwischen zwei Plexiglasscheiben gedrückt, um die Strukturen im Brustgewebe besser erkennen zu können und um die Strahlenbelastung für die Frau möglichst gering zu halten. Durch die Mammographie kann man kleine Tumore und auch feine Verkalkungen als Zeichen eines frühen Tumorwachstums erkennen.
Mammasonographie
Die Mammasonographie ist eine Untersuchung der Brust mittels Ultraschall. In Ergänzung zur Mammographie spielt die Mammasonographie die wichtigste Rolle bei der Abklärung auffälliger Befunde. Bei manchen Frauen - vor allem bei jüngeren - sind Veränderungen in der Mammografie schwerer zu erkennen. Mit Hilfe der Mammasonographie können Auffälligkeiten in der Brust weiter beurteilt und abgeklärt werden.
Mamma-MRT
Die MR-Mammographie gilt als die sensitivste Methode zur Erkennung eines Mammakarzinoms besonders bei jüngeren Frauen mit dichtem Drüsenkörper. Sie ersetzt aber nicht die herkömmliche Mammographie, weil sie keine Mikroverkalkungen darstellt. Bei unseren stationären Patientinnen wird sie routinemäßig eingesetzt, um multifokale Läsionen zu erfassen.
Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsie
Hierbei werden mit feinen Nadeln und hoher Geschwindigkeit aus dem Tumor einzelne Gewebszylinder entnommen. Da die Entnahmeproben mithilfe des Ultraschalls beobachtet werden, ist die Untersuchung risikoarm. Nach örtlicher Betäubung ist mit Schmerzen bei der Gewebeentnahme kaum zu rechnen.
Vakuumbiopsie
Die Vakuumbiopsie wird auch als Saugbiopsie bezeichnet. Häufig wird sie im Bereich der Brustkrebs-Früherkennung eingesetzt, um verdächtiges Gewebe, z.B. Gewebeverkalkungen im Labor zu untersuchen oder aber gutartige Geschwulste komplett zu entfernen. Die Vakuumbiopsie ermöglicht eine sichere Diagnose und ist außerdem eine schonende Methode, die jede unnötige Belastung für die betroffene Frau vermeidet.






